… zum WIR (Teil 3)

Taktierendes ICH, schwache selbst-Positionierung und indirektes DU sowie vermiedene Konflikte führen auf Unternehmensebene zu saftlosen Kompromissen statt zu Ende gedachter Themen und Entscheidungen in starkem Konsens.

Und wenn sich eben niemand wirklich einbringt  kommt eine extrem schwache Gemeinschaftsleistung heraus. Der Unterhaltungswert ist dann entsprechend ...


DSCN5197

  • Ein guter Indikator ist in Workshops, wenn häufig Mehrheitsentscheidungen durch „Abstimmungen“ herbeigeführt werden, meist als Ende einer alternativlos dahin-moderierten „Kärtchenabfrage“ - die Unentschlossenheit hat scheinbar Methode.
  • Der Höhepunkt für diese Form von Fassadendemokratie ist dann, dass die „Gewinner solcher Abstimmungen übereinstimmend und mit Nachdruck von den jeweils Unterlegenen" deren "Kompromissfähigkeit“ einfordern.
    Damit dem schwach fundierten Entscheid eine größere Halbwertszeit beschieden sei.
  • Auch die bereichsübergreifende Kollaboration braucht (!) eine Eigeninvestition der Verantwortlichen weit über die eigenen bisherigen Grenzen hinweg,
    gekoppelt mit der Bereitschaft, der geübten vertikalen Blickrichtung noch
    eine eher unvertraute horizontale, gemeinsame Perpektive beizufügen.
  • Damit sich Unternehmen in neue strategische Felder entwickeln können, ist erste Voraussetzung, dass eine neue Qualität in der Zusammenarbeit (vor allem der Top-Führungsebene) erreicht wird. Und das ist häufig keine Option, sondern ein absolutes „Must". Die kulturelle Erneuerung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit geht der geplanten strategischen Entwicklung voraus (und ist keine automatisch eintretende Folge einer neuen Strategie!)
  • Das WIR, das WIRklich Dinge bewegt, kann entwickelt werden, gefördert werden, nach und nach immer profilierter werden. 
  • Wenn die Beteiligten das wirklich wollen!



Herzliche Grüsse

Thomas Huber