China im Visier

hatte eine Veranstaltung der IHK Regensburg mit drei Spezialisten. 



Es gab eine Vielzahl interessante Informationen, die einem Unternehmen unbedingt bei der Entscheidungsvorbereitung helfen können, wie denn ein Engagement in China aussehen könnte.


Frau Dr. Drewes, Anwaltskanzlei Luther, führte aus der Shanghaier Perspektive in die (Un-) Tiefen des chinesischen Arbeitsrechtes ein.
Überraschend ist hier für die Zuhörer gewesen, wie stark dort die Arbeitnehmerrechte gestärkt sind - eine Tatsache, die aus der Berichterstattung der deutschen Medien nun meist nicht zu entnehmen ist. 
Außerdem spannend waren die Ausführungen zur Theorie und Praxis der Intellectual Property Rights Handhabung durch die chinesischen Behörden.

Frau Güsten (sharehouse) hatte als langjährige Repräsentantin der Baden Württembergischen Wirtschaft in Nanjing viel Erfahrung zum Thema Recruiting und Mitarbeiterführung im Gepäck. Ihrer Meinung nach legen die deutschen Firmen viel zu viel Augenmerk darauf, „den richtigen chinesischen Mitarbeiter“ zu finden - und viel zu wenig Augenmerk darauf, ob sie denn auch den „richtigen deutschen Chef“ dorthin entsenden.

Herr Reitmeier, Gründer und Chef der Startup Factory im Großraum Shanghai, bietet für Produktionsunternehmen aus Deutschland shared services an, incl. einer kompletten Produktionsunterstützung für die ersten Gründungsjahre. Hier war ganz viel Praxiswissen zugänglich, sowohl im Großen wie im Kleinen … So zum Beispiel die Tatsache, dass es in China kein dem Euro-Paletten- ähnliches System gibt und die Folgen für die Logistik.
Oder die (in Europa unübliche) Handhabung der Firmenstempel in China, die für die Geschäftsaussübung dort von extrem wichtiger Bedeutung sind. 

Insgesamt: sehr gute Veranstaltung, die über die üblichen wichtigen Informationen hinaus auch noch zeigte, welche innovativen Geschäfsideen schon in China wachsen, die zeigen, wie reif das Land ist für ausländische Investoren.


Herzliche Grüsse

Thomas Huber